FASD-Tagung des SkF Osna­brück für Pfle­ge- und Adop­tiv­fa­mi­li­en

von links: Gün­ter Sand­fort (Cari­tas-Gemein­schafts­stif­tung und stv. Cari­tas­di­rek­tor), Anke Drey­er-Pran­ger (Bereichs­lei­tung SkF Osna­brück), Mar­ti­na Mili­us (FASD Selbst­hil­fe­grup­pe) und Ralf Nei­er (Sozi­al­ar­bei­ter und FASD-Exper­te).

Wel­che Aus­wir­kun­gen hat Alko­hol­kon­sum in der Schwan­ger­schaft? Um das Feta­le Alko­hol­syn­drom ging es bei einem Fach­tag des SkF in Osna­brück.

In Deutsch­land wer­den jähr­lich etwa 4.000 bis 10.000 Kin­der mit FASD gebo­ren. FASD ist eine Schä­di­gung des Kin­des durch den Alko­hol­kon­sum der Mut­ter in der Schwan­ger­schaft. Die Fol­gen kön­nen gra­vie­rend sein. Dazu gehö­ren: Ent­wick­lungs­stö­run­gen, Gesichts­auf­fäl­lig­kei­ten, Wachs­tums­stö­run­gen, orga­ni­sche Fehl­bil­dun­gen, Ver­hal­tens­auf­fäl­lig­kei­ten, feh­len­de All­tags­kom­pe­ten­zen. Eine sol­che Schä­di­gung ist unum­kehr­bar. Men­schen mit FASD sind oft auf Hil­fe ange­wie­sen. Des­halb sind eine  früh­zei­ti­ge Dia­gnos­tik und ziel­ge­naue Hil­fen für die betrof­fe­nen Kin­der so wich­tig.

Um die­ses The­ma ging es bei einem Fach­tag zum Feta­len Alko­hol­syn­drom, den der Adop­ti­ons- und Pfle­ge­kin­der­dienst des SkF Osna­brück mit dem Adop­ti­ons- und Pfle­ge­kin­der­dienst der Stadt Osna­brück in Koope­ra­ti­on mit der Selbst­hil­fe­grup­pe FASD Osna­brück ver­an­stal­tet hat.

Durch die Behin­de­rung und die dar­aus resul­tie­ren­den Ver­hal­tens­wei­sen sind betrof­fe­ne Pfle­ge­kin­der und deren Fami­li­en oft iso­liert und füh­len sich von der Gesell­schaft aus­ge­grenzt. Aus die­sem Grund ist es hilf­reich, Erfah­run­gen und Pro­ble­me aus­zu­tau­schen und gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis zu erle­ben. Wich­tig ist  für die Kin­der die Erfah­rung, mit der Dia­gno­se nicht allei­ne zu sein und die Mög­lich­keit zu haben, Kin­der mit den glei­chen Pro­ble­men ken­nen­zu­ler­nen und auch für sie einen Aus­tausch unter­ein­an­der zu ermög­li­chen.

Ziel die­ses Fach­ta­ges war es, Infor­ma­tio­nen und Grund­la­gen über die Erkran­kung FASD zu ver­mit­teln — nicht nur für betrof­fe­ne Fami­li­en. Es soll aber ein Aus­tausch mit betrof­fe­nen Eltern ermög­licht und Hil­fe­stel­lun­gen auf­ge­zeigt wer­den.

Es refe­rier­te Herr Ralf Nei­er, Dipl.-Sozialarbeiter,  Bera­tung und Coa­ching zum The­men­kom­plex Feta­les Alko­hol­syn­drom.  Zudem ist Rald Nei­er  als  Team­lei­ter in einer FASD-Fach­wohn­grup­pe für Kin­der und in der FASD-Bera­tungs­stel­le des Eylardus­werk in Bad Bent­heim-Gil­de­haus, tätig.

Die Ver­an­stal­tung wur­de von der Cari­tas-Gemein­schafts­stif­tung Osna­brück und dem Fonds “Frü­he Hil­fen” des SkF-Gesamt­ver­eins (Dort­mund) geför­dert. Gün­ter Sand­fort, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Cari­tas-Gemein­schafts­stif­tung und stv. Cari­tas­di­rek­tor, sprach ein Gruß­wort.

 

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